ENplus-zertifizierte Pellethändler Un Pelletproduzenten in Deutschland
Auf der Hompage von ENplus-Pellets finden Sie zertifizierte ENplus-Pellethändler und zertifizierte ENplus-Pelletproduzenten.
Die Homepage gehört dem Deutschen Pelletinstitut
Was sind ENplus-zertifizierte Pellets?
Das Zertifizierungssystem ENplus wurde 2010 vom Deutschen Pelletinstitut (DEPI), einer 100-prozentigen Tochter des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes (DEPV) für Holzpellets entwickelt und gemeinsam mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum Leipzig (DBFZ) und unter Einbeziehung von proPellets Austria umgesetzt.
ENplus-zertifizierte Pellets sind ein moderner erneuerbarer Energieträger mit genau definierten Eigenschaften, die ein komfortables und effizientes Heizen ermöglichen. Zur Sicherung einer hohen Brennstoffqualität bis in den Lagerraum überwacht die ENplus-Zertifizierung die gesamte Bereitstellungskette von der Herstellung über den Handel bis zur Anlieferung.
Voraussetzungen für den Erhalt der ENplus-Zertifizierung
Allgemeine Anforderungen
Anforderungen an die technischen Einrichtungen und Betriebsabläufe von Pellethändlern:
- Kontrolle des Fahrzeugs beim Wareneingang auf Verschmutzungen
- Regelmäßige Überprüfung der Funktion von technischen Einrichtungen
- Regelmäßige Wartung und Reinigung
- Ausschluss von Verunreinigung und Wasseraufnahme bei der Verladung und Lagerung von Holzpellets
- Pellets unterschiedlicher Qualitäten dürfen nicht gemischt werden
- Absieben des Feinanteils im letzten Lager vor der Auslieferung
- Regelmäßige Überprüfung der Feinanteilabscheidung beim Warenausgang. Ebenso Rückstellprobenahme und Kontrolle der Verladetemperatur (max. 40 Grad Celsius)
- Interne Qualitätssicherung inkl. Dokumentation und Evaluierung der Ergebnisse
- Beschwerdemanagement
- Regelmäßige Schulung der Mitarbeiter
Quelle: Deutsches Pelletinstitut
Qualitätssicherung
Zertifizierte Händler brauchen ein System zur Eigenüberwachung der Pelletqualität. Alle Testmethoden werden im Rahmen der jährlichen Inspektion durch Vergleichsmessungen überprüft. Die Kontrollen erfolgen nach einem Überwachungsplan. Die Durchführung und die Ergebnisse müssen dokumentiert werden.
Diese Kontrollen sind mindestens einmal pro Woche notwendig:
- Sichtkontrolle der gelagerten Pellets
- Kontrolle der Anlage zur Abscheidung des Feinanteils
- Messung des Feinanteils bei der Verladung
Absackanlagen müssen mindestens einmal pro Tag kontrolliert werden.
Rückstellproben
Eine wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung sind die Rückstellproben. Nur so sind Beschwerden von Kunden wegen der Pelletqualität nachweisbar zu überprüfen. Bei jeder Beladung eines Lieferfahrzeugs ist während des Beladungsvorgangs eine Pelletprobe von mindestens 500 g zu entnehmen.
Die Proben müssen für mindestens neun Monate unter geeigneten Bedingungen archiviert werden. Sie müssen versiegelt (z. B. unter Verwendung von Beuteln mit selbstverklebendem Verschluss) und mit den folgenden Informationen beschriftet werden:
- Ort der Probenahme
- Kontrolle der Anlage zur Abscheidung des Feinanteils
- Qualitätsklasse
- Kennzeichen des Transportfahrzeugs oder des Lieferscheins
Inspektionen
Die Erstinspektion wird vor Erteilung des Zertifikats vom DEPI durchgeführt. Dabei werden die technische Ausrüstung (Lager und Fahrzeuge – soweit vorhanden), interne Qualitätssicherung, Lieferdokumentation, Produktkennzeichnung und das Beschwerdemanagement geprüft.
Hat der Händler keinen physischen Kontakt zur Ware, weil er z.B. nur mit Sackware ohne eigene Absackstation handelt oder Pellets ohne Lager und Lieferfahrzeuge vertreibt, wird eine Ferninspektion von einem Auditor des DEPI durchgeführt. Das bedeutet, dass ein telefonisches Gespräch mit eingebundener Dokumentenprüfung stattfindet. Hat der Händler eine eigene Absackstation, muss diese jährlich bei einer Vor-Ort-Inspektion geprüft und eine Probe zur Bestimmung des Feinanteils genommen werden.
Das Zertifikat hat eine Laufzeit von drei Jahren.
Zeichennutzung
Quelle: Deutsches Pelletinstitut