Pelletlagerung im Pelletsilo - Anwendungsbeispiele genau erklärt

Das Herzstück Ihrer Pelletlagerung ist das Pelletsilo. In diesem Beispiel ist es das Pelletsilo Standard mit Stahlgestell von silos24.

Ablauf der Pellet-Befüllung:

Über das Befüllrohr bläst der Tankwagen die Pellets mit Druck in das Silo. Die stabile Rohrhalterung ist höhenverstellbar und deshalb je nach Silo-Deckelhöhe und Raumhöhe individuell einstellbar.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Befüllung ist eine Gummimatte eingenäht, die das Gewebe vor dem Aufprall der Pellets schützt. Diese Matte wird deshalb auch Prallschutzmatte genannt. Die Förderluft entweicht bei Gewebesilos über den Filterdeckel. Das ist super praktisch, denn so müssen Sie diese nicht extra absaugen lassen. Der entstehende Staub verbleibt dennoch im Silo.

Lagerung der Pellets

In dem genannten Silotyp können bis zu 6,8 Tonnen Pellets sicher und zuverlässig lagern. Dank der konischen Form fließen die Pellets zuverlässig Richtung Siloauslauf. Das weiße Gewebe lässt bei guten Lichtverhältnissen den Füllzustand durchscheinen. Ansonsten finden Sie den Füllgrad auch einfach durch Ertasten heraus.

Über den eingenähten Stutzen – den sogenannten Handbefüllstutzen – können Sie bei Bedarf lose Pellets einfüllen. Dieser befindet sich unterhalb des Befüllrohrs und ist mit einem Gürtel verschlossen. Ein manuelles Befüllen kann z.B. bei der Erstinbetriebnahme oder bei Leerlauf wegen Pellet-Lieferschwierigkeiten notwendig sein.

Direkt am Siloauslauf befindet sich eine Spiralförderanlage. Eine solche Anlage ist ein einfaches und bewährtes System zur Pellet-Entnahme. Im Gegensatz zu anderen Entnahmeeinheiten ist die Spiralförderanlage störungsunanfällig und in gewissen Maßen unabhängig von der Pelletqualität. Sie ist der ideale Start für lange Pelletförderstrecken bis zu 25 Metern Länge. Außerdem lässt sich die Dosierung perfekt bestimmen und ein Verbleiben von Pellets in den Förderschläuchen kann mit der Steuerung ausgeschlossen werden. Dazu programmieren Sie das Saugsystem so, dass die Spiralförderanlage zuerst stoppt und nach einigen Sekunden erst das Saugsystem. Jetzt saugt das System die restlichen Pellets aus dem Schlauch. Das ist ein großer Vorteil bei der Lagerung im Außenbereich, denn hier kann sich Kondeswasser im Schlauch bilden, welcher die Pellets aufquillen lässt. Im schlimmsten Fall blockieren diese dann den Förderweg und sorgen beim Kessel zu Störungen.

Ein Spannband hält den Gewebeauslauf sicher mit dem Notabsperrschieber zusammen. Der Schieber ist besonders praktisch, wenn Sie die Einheit mal entfernen müssen. Der Schieber ist mit einem Spannring mit dem Aufnahmetopf der Spiralförderanlage verbunden. In diesem Topf beginnt die Spirale und transportiert die Pellets geräuscharm über eine Drehbewegung zum Absaugpunkt. Dort schließen Sie den Förderschlauch an und befestigen ihn mit einem kleinen Spannring oder einen Gelenkbolzenschelle. Ein zweiter Schlauch dient für die Rückluft und muss am zweiten Stutzen des Absaugpunkts angeschlossen sein.

Sicherlich möchten auch Sie keine Stolperfallen in Ihrem Lagerraum, oder? Befestigungsschellen helfen diese zu vermeiden und den Förderschlauch ordentlich zu verlegen. In die U-förmigen Bögen passen genau zwei übereinander liegende Förderschläuche mit dem Standard-Durchmesser 50/51 mm. Mit jeweils zwei Schrauben halten diese Schlauchbefestigungen sicher am Boden.

Für den Pellettransport zwischen der Spiralförderanlage und Ihrem Kessel kommt ein hochwertiger Förderschlauch zum Einsatz. Die glatte Innenseite gewährt einen geringen Druckverlust und garantiert einen höchstmöglichen Durchfluss der Pellets. Zur Ableitung von elektrostatischen Aufladungen, die beim Transport von Pellets entstehen können, ist eine CU-Litze (Kupfer) integriert. Wichtig dafür ist die beidseitige Erdung der Litze. Wie einfach das geht, sehen Sie in diesem Video.

Nach der Erdung stecken Sie den Förderschlauch auf die jeweiligen Stutzen an der Entnahmeeinheit und Ihrem Kessel und fixieren ihn mit Schlauchschellen oder stabileren Gelenkbolzenschellen.

Zur Befestigung des Schlauchs an der Wanddurchführung eignen sich sogenannte Brandschutzmanschetten. Sie sind feuerbeständig und mit 4 Schrauben einfach zu montieren. Im Brandfall quillt ein Schaum auf, der das Austreten von Feuer und Rauch aus dem Lagerraum verhindert.

Neben den Befestigungsschellen für zwei Schläuche (siehe 3), sind Wandrohrschellen mit 57-61 mm Durchmesser eine kostengünstige und einfache Lösung zur Schlauchmontage. Das Verlegen des Förderschlauchs fällt Ihnen garantiert ganz leicht, denn die Montage ist mit dem mitgelieferten Dübel und der Stockschraube sehr einfach und selbsterklärend:
Dübel in Wand/Decke einbringen, Stockschraube eindrehen, unteren Teil der Schelle aufschrauben, Schlauch anlegen und den oberen Teil der Schelle mit den Schrauben rechts und links befestigen. Fertig und der Schlauch ist “aufgeräumt”.