Fragen und Antworten rund um Pellets

Fragen und Antworten rund um das Thema Pellets

Stand: Dezember 2020

Die Kosten einen Pelletsilos hängen vor allem von der Größe des Silos ab.
Es gibt Mini-Silos mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Tonnen für 500 bis 1.000 Euro.
Wird ein größerer Vorrat an Pellets benötigt, so zahlen Hausbesitzer für ein Pelletsilo mit zwei bis vier Tonnen Fassungsvermögen 1.000 bis 2.000 Euro.
Silos für vier bis acht Tonnen kosten hingegen 2.500 bis 4.000 Euro.

Die Gesamtkosten einer Pelletheizung liegen zwischen 14.000 und 25.000 Euro, im Durchschnitt also bei ca. 20.000 Euro.
Diese Kostenfaktoren müssen Sie bei der Anschaffung einer Pelletheizung berücksichtigen:

  • die Kosten für die Pelletheizanlage
  • die Kosten für die Lagerung der Holzpellets
  • die Brennstoffkosten im Verbrauch

Im Gegensatz zu anderen Heizungen sind die Anschaffungskosten teurer, doch eine hohe staatliche Förderung und stabile, sowie niedrige Brennstoffkosten, gleichen das langfristig wieder aus.

Die Kosten für die Brennstofflagerung:
Hierbei unterscheiden sich Pelletofen und Pelletkessel deutlich voneinander:
* Dezentrale Öfen besitzen in der Regel einen integrierten Tank der keine zusätzlichen Kosten verursacht
* Pelletkessel brauchen neben einem Lager auch die passende Fördertechnik.

Die Anschaffungskosten für die Heizgeräte:
Einfache Öfen gibt es schon für etwa 3.000 – 4.000 Euro kaufen.
Die Preise für einen Pelletofen variieren je nach Art des Ofens, Region, Hersteller und Dienstleister jedoch stark und stellen dadurch nur eine grobe Einschätzung der Kosten dar.

Die Kosten für die Pellets:
Mit einem Preis von 230 Euro Tonne (November 2020) und ca. 4,95 Cent pro Kilowattstunde im Jahresdurchschnitt 2020 sind Pellets immer noch günstiger als Gas oder Heizöl. Eine Tankfüllung von 4.500 Kilogramm – dem Jahresverbrauch eines typischen Einfamilienhauses – kostet dabei rund 1.000 Euro. Wie hoch jedoch der tatsächliche Verbrauch ist, hängt neben der Größe des Gebäudes auch von dessen energetischen Qualtität und dem Heizverhalten der Bewohner ab. Traditionell sind Holzpellets im späten Frühjahr – also in den Monaten Mai und Juni – am günstigsten. Die Pelletbranche gibt in dieser Zeit Anreize mit unterschiedlichen Aktionen. Am teuersten sind Pellets erfahrungsgemäß im Januar und Februar.

Laut Erhebung des Deutschen Pelletinstitut (DEPI) lag der deutschlandweite Durchschnittspreis für Holz-Pellets im November 2020 pro Tonne (t) Pellets (bei Abnahme von 6 t) bei 229,82 €. Das entspricht einem Kilo-Preis von 22,98 Cent. Der Pelletpreis liegt damit für die Beginn der kalten Jahreszeit noch relativ niedrig.

Für alle Kategorien der Preiserhebung gilt:

  • Umkreis 50 km (bis Dez. 2010: 100-200 km)
  • lose eingeblasen
  • inkl. aller Nebenkosten (Einblaspauschale, Wiegen etc.)
  • inkl. Mehrwertsteuer
  • Qualität ENplus A1
  • Erhebung bis einschließlich des 15. jeden Monats

Quelle: www.depi.de – Stand November 2020

Förderung von KfW und BAFA wird 2021 gebündelt in BEG

Nachdem es schon 2020 viele Änderungen bei der Förderung gab, so erfolgt ab dem 1. Januar 2021 eine  Neustrukturierung: Dann werden nämlich das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und das Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP) in der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ vereint. Am 1. Juli 2021 kommt dann der nächste Schritt der Umgestaltung der Förderlandschaft:
Dann wird die KfW sämtliche Einzelmaßnahmenförderungen des BAFA auch als Kreditvariante anbieten.
3.12.2020 – Information der KfW: Der Zuschuss für Einzelmaßnahmen kann noch bis zum 31.12.2020 bei der KfW beantragt werden. Ab dem 02.01.2021 ist die Antragstellung dann nur noch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möglich.

Quellen 4.12.2020: www.energie-fachberater.de und www.depi.de

Die Größe des benötigten Lagerraums hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab. Wenn die Heizung von Öl auf Pellets umgerüstet wird, lässt sich der Pelletbedarf leicht aus dem bisherigen Ölverbrauch abschätzen d.h. in der Regel reicht der Raum in dem früher der Öltank war, für das neue Pelletlager aus.

Als Faustformel zur Berechnung der Größe des Pelletlager gilt:

Raumvolumen des Lagers (m³) = Heizlast (kW) * 0,9 m³/kW

Beispiel: Bei einer jährlichen Heizlast von beispielsweise 15 kW sollte das Pelletlager 15kw * 09 m³ / kW = 13,5 m³ groß sein. Hier sind nicht nutzbare Flächen, zum Beispiel durch Schrägen, bereits enthalten. Für kleine und mittlere Pelletheizungen (bis ca. 75kW Kesselleistung) sollte das Pelletlager so groß sein, dass dieses einen kompletten Jahresbedarf an Pellets fassen kann. Dadurch wird die Anzahl der Anlieferungen reduziert und man kann den günstigeren Sommerpreis nutzen.

Wärmebedarf im Jahr 8.000 kWh 15.000 kWh 30.000 kWh 100.000 kWh
Heizölverbrauch im Jahr 1.000 l 1.875 l 3.750 l 12.500 l
Pelletbedarf im Jahr 2.000 kg 3.750 kg 7.500 kg 25.000 kg
Nennvolumen Silo/Erdtank 3,4 m³ 6,4 m³ 12,8 m³ 42,5 m³
Leervolumen Lagerraum (oberhalb Schrägboden) 4 m³ 7,4m³ 15 m³ 50 m³

Ein guter Zeitpunkt für die Reinigung ihres Pelletlagers oder Sacksilos ist die Zeit vor der nächsten Befüllung mit neuen Holzpellets.
Die komplette Entleerung des Pelletlagers sollte mind. 1 x in zwei Jahren oder nach 5 Lieferungen erfolgen, je nachdem was zuerst der Fall ist.
Fachleute empfehlen bei einem Pelletsilo dieses mind. vor jeder zweiten Befüllung zu reinigen, um so einen sicheren Betrieb ihrer Pelletheizung zu garantieren.

Pellets sind ein Naturprodukt. Bei Reibung sondern die Pellets einen gewissen Anteil an Holzstaub ab. Diesen Abrieb nennt man auch Feinstaub. Dieser Feinstaub setzt sich im kompletten Pelletlager ab, vor allem auch an den Austragungssystemen. Der Feinstaub wird von den darauf liegenden Pellets stark verdichtet. Die Pellets können nicht mehr nachrutschen und die Probleme sind vorprogrammiert. Im schlimmsten Fall kann es zu einem Bruch der Förderschnecke kommen. Die komplette Förderanlage blockiert und es kann zum Ausfall der kompletten Heizungsanlage kommen. Aus diesem Grund sollte man das Pelletlager regelmäßig säubern.

Beim Einlassen der Pellets entsteht Feinanteil. Dieser ist abhängig von der Schlauchlänge bei dem Befüllvorgang, dem Lager selbst und der Sachkunde des Pelletslieferanten. Durch Entmischungsvorgänge beim Einblasen, kann sich der Feinanteil im unteren Lagerbereich ansammeln. Pellets mit dem ENplus-Siegel werden vor der Anlieferung noch einmal abgesiebt und im Endkundenlager dürfen nur max. 4 % Feinanteil sein.

Eine Tonne Holzpellets entspricht 1,5m³ Lagervolumen.

Der Heizwert (Hi) bezeichnet die Wärmemenge, die bei der Verbrennung eines Kilogramms Brennstoffs ohne Berücksichtigung der Kondensationswärme des Wassers maximal gewonnen werden kann. Gemessen wird der Heizwert in Kilojoule pro Kilogramm (kJ/kg), Megajoule pro Kilogramm (MJ/kg) oder Kilowattstunde pro Kilogramm (kWh/kg). Durch den Bezug auf 1 kg lassen sich verschiedene Brenn- oder Treibstoffe problemlos miteinander vergleichen.
Im Unterschied zum Brennwert ist diese Zahl allein auf den trockenen Teil der bei der Verbrennung entstehenden Verbrennungsgase zurückzuführen.
Heizwert = Brennwert – Kondensationsenergie

Bei dem Brennwert (HS), der früher auch als oberer Heizwert bezeichnet wurde, wird zusätzlich zum Heizwert auch die sogenannte Kondensationswärme berücksichtigt. Der Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert ist vor allem bei Brennstoffen, die einen hohen Wassergehalt haben wichtig und auch größer.
Bei Pellets kann der Brennwert 10 % höher als der Heizwert liegen.

Der Heizwert von Holzpellets liegt bei ungefähr 4,8 kWh pro Kilogramm. Damit entsprechen zwei Kilogramm Pellets etwa einem Liter Heizöl.
Somit haben Pellets eine höhere Energiedichte als beispielsweise Scheitholz oder Hackschnitzel.

In trockenem Zustand sind die kleinen Presslinge mind. 3 Jahre lagerfähig. Voraussetzung hierfür ist ein absolut trockener und optimal gestalteter Lagerraum.
Ratsam ist es jedoch, die Pellets nicht länger als zwei Jahre einzulagern. Dadurch minimiert sich das Risiko, das der Brennstoff doch einmal feucht wird.

Je nach Kesseltyp wird ein Wirkungsgrad von 92 – 96 % erreicht.
Kessel mit Brennwerttechnik erreichen bis zu 107 %.

Die Verbrennung der kleinen Presslinge ist CO²-neutral. Das bedeutet, dass nur so viel CO² freigesetzt wird, wie das Holz im Laufe seines Wachstums aufgenommen hat. Eine Verottung im Wald würde im Zuge der natürlichen Zersetzung genauso viel CO² freisetzen.

Ja, der sofortige Umstieg auf eine Pelletheizung kann den CO² Ausstoß eines Haushaltes um bis zu 50 % reduzieren.

Bei der Verbrennung der Pellets entsteht Asche. Diese können Sie ganz einfach im Hausmüll entsorgen. Der Aschebehälter einer Pelletheizung sollte je nach Brennstoffverbrauch zwei bis vier Mal pro Jahr geelert werden.

Für die Produktion von Holzpellets werden sowohl Rundhölzer als auch Sägespäne oder Hackschnitzel aus Sägewerken, überwiegend von Nadelhölzern, verwendet. Diese werden aufbereitet (getrocknet und zerkleinert) und anschließend unter hohem Druck durch eine Stahlmatrize mit Bohrungen gepresst.
Das holzeigene Ligin welches in sämtlichen holzartigen Pflanzen vorkommt, verbindet die Pellets. Das Bindemittel ist in der pflanzlichen Zellwand eingelagert und führt zur Verholzung der Zelle. Während des Pressvorgangs der Sägespäne entstehen durch den hohen Druck auch hohe Temperaturen, die das holzeigene Ligin verflüssigen. Nach dem Kühlen entstehen so stabile Pellets.


Bildquelle: https://depi.de/ada-assets/91986d12-de70-4365-b34d-9e77b1ac9249?

Nein. Es müssen keine Bäume gefällt werden, um Pellets herzustellen.
Pellets werden hauptsächlich aus den Sägenebenprodukten wie Sägespäne aus den holzverarbeitenden Betriebe hergestellt.


Bildquelle: https://depi.de/ada-assets/2a977581-2bb2-4c64-9269-e0fa17019d30?

Nein. Die Durchforstung der Wälder schafft stabile und vitale Baumbestände. Die Bäume werden widerstandsfähiger gegen Einflüsse wie Wind, Trockenheit und Schadinsekten. In Deutschland wird eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder durch die Waldgesetze sichergestellt d.h. das nicht mehr Holz eingeschlagen werden darf als nachwächst.

Ja! Denn die regenerative Waldwirtschaft fällt nie mehr Bäume, als in derselben Zeit neu nachwachsen.
Zudem werden die Nebenprodukte aus den Sägewerken genutzt.

Importpellets werden im Ausland produziert und nach Deutschland importiert. Die langen Lieferwege und oft unsichere Qualtität entsprechen nicht dem ökologischen Sinn von Heizen mit Pellets.

Gute Qualität der kleinen Presslinge wirkt sich gleich mehrfach aus. • Hochwertigere Pellets erziehlen einen höheren Wirkungsgrad • Der Heizkessel muss seltener gereinigt werden und hat eine längere Lebensdauer.

Achten Sie beim Kauf von Pellets auf die Qualitätssiegel.
In Deutschland und Österreich gibt es strenge Normvorschriften für die Herstellung von Holzpellets. Aktuell gilt in Deutschland das DINplus Siegel und EU-weit das ENplus Siegel.

Bei der ENplus Norm wird die gesamte Bereitstellungskette von der Herstellung bis zur Anlieferung beim Endkunden kontrolliert, sowie die Lagerung der Pellets und die heimische Handhabung sichergestellt. Somit fließen diese Qualitätsmerkmale in den Zertifizierungsprozess mit ein.

Zum anderen sollten Sie auf einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt, den Ascherückstand, den Feinanteil und eine gleichmäßige Längenverteilung der Pellets achten. Denn es reicht nicht, nur beim Kauf eines hochwertigen Heizkessels auf die Qualität zu achten, auch der Brennstoff selbst will sorgsam geprüft sein. Gute Qualität bei Pellets wirkt sich mehrfach positiv aus. Hochwertige Holzpellets erzielen nämlich einen höheren Wirkungsgrad, der Kessel muss seltener gereinigt werden und hat somit eine längere Lebensdauer.

Zudem profitieren Sie neben der guten Pelletqualität noch von weiteren Vorteilen:
• Engpässe können durch eine breite Verfügbarkeit verhindert werden
• Die Anlieferung der Pellets erfolgt über geschultes Personal
• Der gesamte Lieferprozess kann zurückverfolgt werden
• Zertifizierte Pellets haben einen besseren Brennwert
• Für eventuelle Reklamationen gibt es geregelte Verfahren

Holzpellets der Klasse A1 und A2 sind aus frisch geerntetem Holz gefertigt, bzw. aus Holzrückständen, die keine chemische Behandlung erfahren haben.

  • Holzpellets der Klasse A1 bringen einen geringen Asche- und Stickstoffgehalt mit,haben einen hohen Heizwert und sind besonders trocken.
  • Alternative zur Klasse A1 gibt es die Klasse A2. Diese Pelletklasse erfüllt ähnlich hohe Anforderungen, hat aber einen geringeren Energiegehalt und einen höheren Aschegehalt. Der Grund für die leicht erhöhten Anteile liegt in den Rohstoffen. Pellets der Klasse A2 werden aus Vollbäumen, Waldrestholz oder Rinden hergestellt.

Zudem gibt es noch eine Pellet Klasse B. Hier werden teils auch Resthölzer wie sie in der Industire anfallen verwendet, sowie chemisch unbehandeltes Gebrauchtholz (Secondhand-Holz).

Die Pelletsanlieferung erfolgt häufig durch Silofahrzeuge, die die Pellets über einen Schlauch in das Lager einblasen. Diese Fahrzeuge benötigen während des Befüllvorgangs einen Abstellplatz.
Je nach Länge des Befüllschlauchs dauert eine Lieferung von 5 Tonnen zwischen 1/2 – 1 Stunde. Während dieser Zeit sollte der Lastwagen niemanden behindern.

Um die Leitung vom Fahrzeug zum Lager zu legen, wird der Befüllschlauch verlegt. Diese Zuleitung sollte dabei möglichst kurz gewählt werden, denn es gilt: Je länger der Schlauch, umso mehr Abrieb erfolgt an den Pellets. Die Obergrenze des Befüllschlauchs liegt bei 30 Metern.

Der Schlauch wird an den Befüllstutzen des Lagers montiert. Durch diesen Befüllschlauch werden nun die Pellets vom Silozug mittels Treibluft in das Lager eingeblasen. Bei der Befüllung des Pelletlagers entsteht ein Überdruck im Lager. Dieser Überdruck wird durch einen Ventilator der möglichst im Freien stehen sollte ausgeglichen. Der Staubsack am Ventilator verhindert den Austritt von Staub in die Luft. Während der Befüllung kontrolliert der Fahrer den Befüllvorgang mittels der Werte, welche ihm das Bordsystem angibt. Nach abgeschlossener Lieferung wird der Lieferschein ausgefüllt.

Für den Transport des Brennmaterials aus dem Lager zum Kessel, werden in der Regel Förderschnecken oder Vakuumsaugsysteme benutzt. Die Förderschnecke besteht aus einem rotierenden Gewinde, welches die Holzpresslinge wie ein Bohrer vom Lager zum Kessel befördert. Ein Nachteil der zuverlässigen Lösung ist die geringe Flexibilität. Förderschnecken werden meist am Boden verlegt. Kessel und Lager müssen dadurch in räumlicher Nähe und in einer bestimmten Ausrichtung zueinander aufgestellt werden. Das Vakuumsystem bietet dagegen mehr Flexibilität. Dieses saugt die Holzpellets mit Unterdruck aus dem Lager und fördert sie über Strecken von bis zu 20 Metern. Die dafür benötigten Leitungen lassen sich ganz einfach unter der Decke verlegen und schränken den Platz im Haus kaum ein. Saugsysteme kommen oft dann zum Einsatz, wenn Tank und Heizung entfernt voneinander ausgestellt werden. Darüber hinaus sind auch Kombinationen mit Förderschnecke und Saugsystem möglich. Dabei sorgt dir Förderschnecke für die Austragung der Pellets aus einem Lagerraum während das Vakuumsystem den Transport zum Kessel übernimmt.

Falls der Tagesbehälter zugänglich ist, wird er mit Sackware gefüllt. Der Einbau eines Handbefüllstutzens ist bei flexiblen Silos möglich. Hier können dann mit der Hand bzw. mit einem Eimer oder Sack Pellets nachgefüllt werden.

Herkömmliche Anlagen werden oft nur einmal im Jahr betankt. Hausbesitzer mit Wochenbehälter müssen die Pelletkessel regelmäßig von Hand befüllen. Dies ist Abhängig von der Größe des Tanks, der Leistung der Heizung und der Witterung. So kann es sein, dass die Befüllung wöchentlich erfolgen muss. Wird es draußen milder, steigen durch den geringeren Wärmebedarf des Gebäudes auch die Reichweite des Brennstoffvorrates.

Die Pellets werden je nach Kesseltyp und Fördereinrichtung über eine Spirale-, Schnecken-, oder Saugförderung entnommen.

Eine manuelle Entnahme ist durch einen Handauslass-Stutzen jederzeit möglich.

Ja, die Versorgungssicherheit ist auch im Winter gegeben. Immer mehr Produzenten aber auch Händler lagern Pellets ein. Es empfiehlt sich aber, mit einem vollen Lager in die Heizsaison zu starten – Pellets sind im Sommer deutlich günstiger als im Winter.
Auf etwas längere Lieferzeiten muss man sich einstellen, wenn man während der Heizsaison Pellets nachbestellt.

Werden Holzpellets falsch gelagert , kann das tötliche Folgen haben. Experten warnen vor einer Kohlenmonoxid-Vergiftung und geben Ratsschläge, wie sich Unfälle vermeiden lassen. Vor dem Betreten der Pellet-Lagerräume sollten diese gut gelüftet werden. Kohlenmonoxid ist geruchs-, und farblos und kann bereits in geringen Konzentrationen von 200 Teilchen pro einer Million Luftmolekülen (ppm) zu Kopfschmerzen führen, ab 800 ppm zu Schwindel, Übelkeit und Ohnmacht. Experten raten daher, permanent ein Kellerfenster offen zu lassen, oder eine elektrische Lüftung zu installieren.

Kohlenmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch-, und geschmackloses, toxisches Gas ohne Reizwirkung. Die Entstehung von CO ist ein natürlicher Vorgang: Die im Holz enthaltenen natürlichen Fettsäuren können bei Oxidation Kohlenmonoxid produzieren. Bei der Lagerung der Pellets in luftdichten Räumen oder geschlossenen Behältern kann sich CO bilden. Durch eine geeignete Belüftung des Pellelagers kann die Entstehung jedoch verhindert werden, sodass die Holzpellets sicher gelagert sind.

Anders als Öl oder Gas bergen Pellets keine speziellen Sicherheitsrisiken. Das einzige ernstzunehmende Risiko besteht darin, dass bei der Lagerung Kohlenmonoxid-Gas enstehen kann. Die Mengen sind allerdings so gering, dass bereits die normale Belüftung von Kellerräumen ausreicht, um alle Gefahren auszuschließen. Insgesamt lässt sich also sagen, dass durch einfache Vorkehrungen der sichere Betrieb einer Pelletheizung gewährleistet werden kann.

Es sind bestimmte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit das Feuer sich nicht entlang des Transportweges aus dem Kessel ins Lager ausbreiten kann.

Jede Pelletheizung verfügt aus diesem Grund über eine Rückbrandsicherung. Bewährt hat sich ein relativ einfaches Schleusenprinzip. Die Pellets fallen dabei zunächst in einen kleinen Behälter und von dort aus in den Kessel. Die Schleusen des Behälters zum Kessel und zum Lager sind auf beiden Seiten niemals gleichzeitig offen. Aus diesem Grund gibt es zu keinem Zeitpunkt eine direkte Verbindung zwischen dem Heizkessel und dem Lager.

Quellen:
Deutsches Pelletinstitut https://depi.de/de/pelletlager
Deutsches Pelletinstitut https://depi.de/de/faq
Energieheld.de https://energieheld.de
Heizung.de https://heizung.de
Schellinger KG https://schellinger-kg.de
Effizienzhaus-Online.de https://effizienzhaus-online.de
LFW-BW.de https://lfs-bw.de
Pelletheizung.info https://pelletheizung.info
Viessmann https://viessmann.de